Mittwoch, 8. Mai 2019

12. Workshop der Stiftung Illustration - Verboten! Tabu im Bilderbuch

Am Freitag/Samstag, 6./7. September 2019 findet auf Burg Wissem der 12. Workshop der Stiftung Illustration statt.

Verboten!
Tabu im Bilderbuch



Tabus regeln gesellschaftliches Zusammenleben. Tabus bestimmen Grenzen, die nach Übereinkunft der Allgemeinheit nicht überschritten werden dürfen. Entsprechend erregt der Tabubruch Aufmerksamkeit. Die Kunst nutzt ihn oft bewusst, um eine ungewohnte Perspektive einzunehmen oder ein anderes Denken voranzubringen.


Und wie verhält sich das Bilderbuch? Wie sehen die Rahmenbedingungen innerhalb eines Mediums aus, bei dem Kinder als intendierte Zielgruppe explizit angesprochen, mithin Schutzbedürfnis und Kontrolle groß sind? Veränderungen sind feststellbar. Im Unterschied zu früher sind thematische Tabus gelockert, einige vormalige Tabus sind sogar Trend geworden. So sind inzwischen Bilderbücher auf dem Markt, die Themen wie Krieg, Flucht, Gewalt und Tod, aber auch sexuelle Orientierung, verschiedenste Liebes- und Lebenskonzepte in Text und Bild aufgreifen. Trotzdem bleiben gewisse Themen unberührt. Warum?


Im Bilderbuch spielen zudem ästhetische Setzungen eine wesentliche Rolle. Was gilt hier als Tabu? Gibt es ein zu glitzrig, zu banal, zu kitschig? Gibt es ein zu kunstvoll? Und wer bestimmt darüber?
Schließlich ist festzustellen, dass sich inhaltliche und gestalterische Möglichkeiten verstärkt dem Anspruch einer „political correctness“ stellen müssen. Sticht Rechtschaffenheit Kunst? Werden hier neue Tabus aufgebaut? Wer definiert, was erlaubt ist und was nicht?


Illustrator/innen berichten von Erfahrungen, Verleger/innen benennen Grenzen, Vertrieb und Marketing kommen zu Wort. Denn ob verboten, erlaubt, erwünscht, ob das Bedienen von Erwartungen, Irritation oder Provokation – immer sagen Tabus wie Tabubruch viel über den jeweiligen Stand einer Gesellschaft aus. Es lohnt sich also hinzuschauen!


12. Workshop der Stiftung Illustration
Freitag/Samstag, 6./7. September 2019
Bilderbuchmuseum der Stadt Troisdorf
Burgallee 1, 53840 Troisdorf
Konzept & Moderation Christine Knödler


Anmeldungen sind ab sofort möglich unter schroederg@troisdorf.de

Alle Informationen zu Ablauf und Anmeldung im Faltblatt zum Herunterladen (PDF)


Am Samstag, 7. September wird im Anschluss an den Workshop die Ausstellung „Wir gratulieren – 20 Jahre LABOR Ateliergemeinschaft“ eröffnet. Zur Eröffnung sind Sie jetzt schon herzlich eingeladen!




Abb.: Phillip Waechter: Die Laboranten jubeln!, Frankfurt, 2019

Dienstag, 19. März 2019

Janosch - Zurück im Bilderbuchmuseum


Ausstellungsdauer: 17.03. - 30.09.2019



Endlich ist es soweit! Nach langen Reisen zu unterschiedlichen Ausstellungshäusern
und -orten sind die Originalarbeiten von Janosch wieder im Bilderbuchmuseum Burg Wissem eingetroffen. Ein guter Grund, den „Vater der Tigerente“ mit einer großen Schau willkommen zu heißen. Lieblinge wie Tiger und Bär, die nach Panama reisen, werden dabei ebenso zu sehen sein wie Märchenillustrationen, Originale zu Kasper Mütze oder auch Postkartenentwürfe.


Janosch, sowohl Maler, Zeichner als auch Autor, ist einer der erfolgreichsten deutschen Bilderbuchillustratoren, der seit 1960 Kinder wie Eltern begeistert. Er veröffentlichte bis heute fast 400 Bücher, die in mehr als 40 Sprachen übersetzt wurden. Das Bilderbuchmuseum in Troisdorf verfügt über den weltweit größten Bestand an Janosch-Illustrationen aus der Dauerleihgabe der Janosch-Film & Medien AG Berlin.





Janosch, freie Arbeit, Museum Burg Wissem, 2015

Montag, 24. September 2018

Die "Tollen Hefte" und Peter Schössow im Bilderbuchmuseum



Rotraut Susanne Berner: Die Tollen Hefte

(08.09- - 18.11.2018)


Eine geballte Ladung graphischer und literarischer Kunst auf 32 Seiten, das sind die „Tollen Hefte“,
die seit 1991 erscheinen. Angetrieben wurde ihre Drucklegung durch Armin Abmeier, der – inspiriert
durch die Buchreihe „Die tollen Bücher“ des Elena Gottschalk Verlages in den zwanziger Jahren – 1990 beschloss, eine Erzählung des Lieblingsautors Walter Serner als ein erstes tolles Heft zu drucken, das Volker Pfüller illustrierte und gestaltete. Verlegt wurde es vom MaroVerlag, der es auf einer Einfarb- Maschine als Original-Flachdruckgrafik in drei Farben druckte, fadengeheftet mit Schutzumschlag. Ab dem 16. Heft übernahm die Büchergilde Gutenberg das Verlegen der „Tollen Hefte“. Und seit 2013 werden sie von Rotraut Susanne Berner herausgegeben. Sie setzt damit künstlerisch versiert das Erbe ihres Mannes Armin Abmeier fort.

Die Ausstellung gibt einen umfassenden Ein- und Überblick über die „Tollen Hefte“ seit Beginn ihrer
Publikation. Zugleich vereint sie AutorInnen und IllustratorInnen, die literarisch und gestalterisch die

vergangene und aktuelle Illustrations- und Literaturszene stark beeinflusst haben oder es aktuell noch tun.

Cover zum Ausstellungskatalog "Die Tollen Hefte", Burg Wissem, 2018







Gehört das so???! - Peter Schössow zum 65. Geburtstag

(23.09. - 25.11.2018)


Peter Schössow zählt zu den großen zeitgenössischen Bilderbuchkünstlern Deutschlands.
Von 1971-75 studierte er an der Fachhochschule Hamburg im Fachbereich Gestaltung.
Seitdem arbeitet er freiberuflich für Zeitungen (u.a. für „Die Zeit“, „Vorwärts spezial“), Zeitschriften
(u.a. für „Stern“, „Der Spiegel“, „Spiegel spezial“, „Transatlantik“, „Manager Magazin“, „Hörzu“),
Kinder- und Jugendbuch-Verlage (u.a. für Oetinger, Carlsen, Fischer, Hanser, dtv/Reihe Hanser,
Eichborn, Gerstenberg, Kein & Aber, Tulipan) sowie für das Fernsehen („Sendung mit der Maus“).
Er illustrierte Texte von Johann Wolfgang von Goethe, Heinrich Heine, Christian Morgenstern, Arnold
Schönberg und Jostein Gaarder. Für seine Bilder zu „Ich, Kater Robinson“ verfasste Harry Rowohlt
den Text. Außerdem veröffentlichte er eine Reihe von Bilderbüchern mit eigenen Texten (u.a. „Baby
Dronte“, „Gehört das so??!“, „Meehr!“, „Mein erstes Auto war rot“, „Wo ist Oma?“). Im Kinderbuchbereich
bebilderte er Andreas Steinhöfels erfolgreiche „Rico und Oskar“-Reihe. Seine Arbeiten
wurden mehrfach ausgezeichnet, u.a. vom Art Directors Club Deutschland, der Stiftung Buchkunst,
dem Deutschen Jugendliteraturpreis und dem Troisdorfer Bilderbuchpreis.

Peter Schössow lebt und arbeitet in Hamburg.
Anlässlich seines 65. Geburtstages widmet das Bilderbuchmuseum dem Illustrator Peter Schössow
eine umfangreiche monographische Werkausstellung.
Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog mit Texten von Ute Wegmann, Andreas Platthaus,
Michael Krüger und Andreas Steinhöfel.


Peter Schössow: Illustration zum Buch "Baby Dronte, 1991













Montag, 14. Mai 2018

Workshop der Stiftung Illustration am 07. und 08.September 2018

Am 07. und 08. September 2018 findet der 11. Workshop der Stiftung Illustration im Bilderbuchmuseum auf Burg Wissem statt.






Den abgebildeten Flyer mit allen Informationen zum Workshop 2018 können Sie herunterladen unter: http://www.troisdorf.de/MediaLibrary/Content/System/stiftung-illustration/stiftungillu_2018_8s_15.pdf.


Anmeldung/Teilnahmegebühr:

Die Teilnahmegebühr beträgt pro Person 120€ (Studenten ermäßigt 100€), darin enthalten sind die Kosten für den Workshop sowie ausgewählte Getränke wie Kaffee, Tee und Wasser.


Für Anfahrt, Mahlzeiten und Unterkunft in Troisdorf sorgen die Teilnehmer selbst. Auf Nachfrage mailen wir Ihnen gerne eine Liste der Hotels in und um Troisdorf zu.


Die Anmeldung zum Workshop erbitten wir bis spätestens 24.08.2018 an:


Stiftung Illustration
c/o Bilderbuchmuseum Troisdorf
Burg Wissem
53840 Troisdorf
schroederg@troisdorf.de
02241/900-423
www.stiftungillustration.de


Die Teilnehmerzahl ist aus räumlichen Gründen begrenzt. Die Bearbeitung erfolgt in der Reihenfolge der Anmeldungen.
Bitte beachten Sie, dass Ihre Anmeldung erst nach Zahlungseingang der Teilnahmegebühr verbindlich wird. Nach Zahlungseingang erhalten Sie eine Anmeldebestätigung.
Für Absagen ab zwei Wochen vor der Veranstaltung erheben wir eine Stornogebühr von 50% der Teilnahmegebühr.


Bankdaten:
Empfänger: Stiftung Illustration; Verwendungszweck: Workshop Stiftung Illustration 2018;
IBAN: DE68 3705 0299 0002 0002 02; SWIFT-BIC: COKSDE33XXX


stil? sicher!

Ah, ist das nicht das neue Buch von…

Viele Illustratoren haben einen markanten Stil, der sie aus der Masse hervorhebt, sie unverwechselbar, wiedererkennbar macht.

Aber wie finden sie diesen „eigenen Stil“? Kann man ihn überhaupt finden oder wird man von ihm gefunden? Wie entwickelt sich die künstlerische Handschrift im Laufe der Zeit?
In diesem Workshop wollen wir die Bildwelten der Illustratoren genauer unter die Lupe nehmen!
Realistisch oder abstrakt, analog oder digital, Handzeichnung oder Collage?
Braucht es für jedes Buch ein neues Erscheinungsbild oder darf man nie von seinem Stil abweichen?
Der Blick auf die Arbeitstische ist sowohl für Illustratoren und Studierende als auch für Verlage und Rezensenten interessant und beantwortet die Frage „Wie ist das eigentlich gemacht?“
Neben bekannten Illustratoren kommen Lehrende zu Wort, die an Hochschulen die nächste Generation Illustratoren ausbilden. Sie berichten aus ihrer Erfahrung, wie man Studierende dabei unterstützt, ihre individuelle Ausdrucksform zu entwickeln. Was ist das Wichtigste: Talent, Fleiß oder einfach Glück? Wie elementar sind konventionelle Maltechniken, Handzeichnung, Farblehre in Zeiten der Digitalisierung?
Mit Verlagen sprechen wir darüber, welchen Stellenwert der unverwechselbare Stil eines Illustrators für ihr Programm hat und welche aktuellen Trends es zu beobachten gibt. Außerdem gehen wir der Frage nach, in wieweit Verlage Stile befördern, beeinflussen, oder sogar verhindern können.
Gemeinsam wollen wir den Blick auf die Illustration schärfen und erweitern. Künstlervorträge, Inputs und Gesprächsrunden laden dazu ein, das Thema Stil und Stilfindung aus verschiedensten Perspektiven zu beleuchten.

Abb.: Nadia Budde

Programm:

Freitag 7. September 2018

15:00  Uhr – 15:30 Uhr: Begrüßungskaffee
15:30  Uhr – 15:40 Uhr: Begrüßung: Pauline Liesen
15:45  Uhr – 16:45 Uhr: Übersichtsreferat: Christine Knödler

„Stil? Bildend!“ Sie sind das Ziel künstlerischer Entwicklung: die eigene Handschrift, Technik, Strich, Form, Farbigkeit, kurz: der eigene Stil. Am Stil sind Künstler/innen erkennbar. Der Stil macht sie und ihre Kunst aus. Manchmal wird ein eigener Stil seinerseits stilbildend. Dann sieht man vor lauter Zitaten das Original nicht mehr. Die Kehrseite außerdem: Das Charakteristische wird zum Korsett. Das Markenzeichen macht den Marktwert. Wiedererkennbarkeit widerspricht künstlerischer Weiterentwicklung. Und es kann sogar passieren, dass eine/r angekommen ist – und dann? Fortan auf der Stelle tritt? Eine kleine Stilkunde soll Einblick geben in Illustrations-Stile der letzten Jahre, in Markenzeichen, Moden, Bilder und Vorbilder. Das Ziel: Über Stil? Fragen!, Stil? Blüten! Stil? Sicher! zu Stil? Bildend!


16:50  Uhr – 17:20 Uhr: Ins Atelier geschaut: Katrin Stangl
Immer aufs Neue – über die Technik zum Bild/ zur Form
Verschiedene Texte verlangen unterschiedliche Illustrationen.
Beschränkungen und variierende Techniken helfen dabei neue Wege zu finden. Oder:
Wie man zu Bildern kommt – über die Technik zur Form.



Minipause

17:30  Uhr – 18:00 Uhr: Ins Atelier geschaut: Nadia Budde
“Mit dem linken Fuße gemalt”
Einen markanten Stil wird man so schnell nicht los. Er hat viele Vorteile, kann aber auch zu Überdruss und Langeweile führen. Woher er kommt, ist oft ungewiss. Kommt er aus der Hand, aus dem Kopf, steckt er im Fuß oder im Gesamtwesen des Künstlers? Vielleicht muss er mühsam heran gezüchtet werden oder aber, er ist  plötzlich einfach da. Er wird gehegt und gepflegt, aber auch sehr schnell überdüngt. Hin und wieder sollte man ihn eiskalt aushungern, um wieder “back to the roots” zu sein. Den markanten Stil wird man dabei allerdings selten los.



18:05  Uhr – 18:50 Uhr Ins Atelier geschaut: Franziska Walther und Julia Neuhaus
„Voll digital!“
Immer mehr Illustratorinnen und Illustratoren arbeiten digital. Ist das auch Handwerk? Ist digital überhaupt echt? Und wie entstehen digitale Illustrationen überhaupt?
Franziska Walter und Julia Neuhaus zeigen uns, wie sie digital arbeiten und wie sie ihren Weg zu ihren jeweiligen Techniken und Bildwelten gefunden haben. In einem Doppelinterview sprechen sie miteinander über Vor- und Nachteile des digitalen Bildermachens, über Frust und Inspiration und welchen Anteil der Kopf, die Hand, der Bauch oder der Rechner an ihrer Illustration hat.



Minipause


19:00  Uhr  – 19.30 Uhr: Ins Atelier geschaut: Rotraut Susanne Berner
„Der Zustand von Gleichgültigkeit“
Intellekt und Intuition, Beschränkung und Freiheit.
Im Prozess des kreativen Schaffens streiten sich oft Kopf und Bauch, Vorstellung und Wirklichkeit. Rezepte gibt es keine, möglicherweise aber individuelle Umwege und Abzweigungen, die zu neuen Zielen und Ergebnissen führen können.



20 Uhr: Paella im Burghof mit Musik



Samstag, 8. September


Lehrende stellen sich vor


09:30  Uhr – 10:00 Uhr: Julia Neuhaus
Ein eigener Stil entsteht aus dem Experiment. Aus Intuition und Reflexion. Aus dem Sichausprobieren, auch aus einem Teil Nachahmung. Es sind sowohl Impulse von außen notwendig, als auch eigene Erfahrungen, Emotionen und Betrachtungen, die Eingang in ein Bildkonzept, eine Bildsprache finden. Gestaltungslust ist unersetzlich und eine kritische Betrachtung dessen, was man selbst und was andere getan haben ebenfalls! Wie kann man Studierende dabei unterstützen, Ihren Weg zum eigenen Bild, zu einer Bildsprache zu finden? 


10:05  Uhr – 10:35 Uhr: Atak/Georg Barber
"Scheiß auf den Stil!"
Im Vortrag wird dargestellt, wie in der Lehrtätigkeit mit IllustrationsStudierenden die krampfhafte Suche nach dem eigenen Stil unterstützt oder in Frage gestellt wird. Die Masse an weltweit beliebigen und austauschbaren Illustrationsarbeiten schreit förmlich nach der Sehnsucht der Studierenden nach einen unverwechselbaren, markanten und hervorstechenden Stil. Kann der Lehrende diesem Wunsch gerecht werden? Gibt es in Lehre einen realisierbaren Leitfaden, dass der Wunsch Wirklichkeit werden kann?



10:40  Uhr – 11:10 Uhr: Thomas M. Müller
„Bei Stil geht mir der Hut hoch!“
Muss ich das glauben, wenn alle sagen ich hätte eine große Nase?
Ist es wirklich so? Woher soll ich das wissen? Schert es mich?
Wahrscheinlich gibt es etwas, was meine Zeichnungen wiedererkennbar macht.
Wahrscheinlich habe ich darauf nur bedingt Einfluss.
Ich versuche rauszufinden, was ich will, wenn ich etwas mache.
Ich habe den Verdacht, die Zeichnung weiß mehr über mich als ich über sie.
Der Sache werde ich nachgehen.



Kaffeepause


11:30  Uhr – 12:00 Uhr: Henriette Sauvant
„Obstacles", Hürden im Gestaltungsprozess.
Widerstände, Hindernisse und Ablenkungen in der kreativen Arbeit gehören zum Alltag. Wo liegen die größten Schwierigkeiten auf dem Weg zum fertigen Bild? Und können Lehrende so etwas wie Geburtshelfer sein? Ein Bericht aus der Praxis.



12:05  Uhr – 12:35 Uhr: Henning Wagenbreth
„Der Künstler und der Stil – Wer sucht wen?“
Unter dem Stil von Künstlern versteht man gewisse wiederkehrende Elemente ihrer Arbeit. Inhalt, Form und Herstellungstechniken eines Werkes sind von den Persönlichkeiten der Künstler geprägt, ihrer Physis und Psyche, ihren sozialen und kulturellem Umfeldern und Mechanismen des Marktes. Künstler arbeiten nicht, um einen Stil zu haben. Persönlicher Stil ist das Ergebnis der täglichen Auseinandersetzung mit sich, seinem Umwelt und Werk. Der Stil findet den Künstler.



12:40  Uhr – 13:10 Uhr: Merav Salomon
Ein persönlicher Stil steht nicht unbedingt in Abhängigkeit zu einer bestimmten Technik, sondern ist auch Ausdruck einer eigenen Ikonographie und Strategie, mit dem Bildkontext umzugehen. Selbst das gewählte Thema und der eigene (Lebens-)Standpunkt prägen den eigenen Stil. Im Rahmen meiner akademischen Tätigkeit ermutige ich die Studierenden unterschiedliche „Bildsprachen“ zu erproben. Hierbei können sich sowohl eine persönliche „Handschrift“ wie die Fähigkeit zur Anpassung an die jeweiligen Markterfordernisse ausbilden.
Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten.



13:15 Uhr: Mittagessen


14:30 Uhr – 15:15 Uhr: Gesprächsrunde mit Ute Wegmann
Zu Gast: Axel Scheffler, Ole Könnecke, Jörg Mühle, Anke Kuhl
Wie findet man seinen eigenen Stil und wie verändert er sich im Laufe der persönlichen Entwicklung? In welchem Maße ist er von gesellschaftlichen Trends und Moden geprägt? Welche Forderungen stellt und welche Einschränkungen bewirkt der eigene Stil (oder der Verlag?), um auf dem Markt zu bleiben? Und was ist, wenn ich mal anders sein will, ist dann mein Stil noch immer erkennbar?



Kaffeepause


15:45 Uhr - 16:30 Uhr: Gesprächsrunde von Paula Peretti mit Petra Albers (Beltz&Gelberg), Monika Bilstein (Peter Hammer), Daniela Filthaut (Gerstenberg), Bärbel Dorweiler (Thienemann-Esslinger) und Annabel Lammers  (Bohem Press)
Handschriften von Illustratoren prägen Verlagsprogramme. Wenn wir bestimmte Bilderbücher betrachten, erkennen wir das „Gesicht“ eines Verlags. Wie sehen Verleger/innen heute die Frage nach ihren angestammten Illustratoren, ist der Begriff der Verlagsheimat für Illustratoren noch aktuell? Wie bewährt sich die Gestaltung moderner Klassiker wie Janosch oder Preußler im Laufe der Zeit; welche Gründe sprechen für die Ablösung älterer Handschriften durch neue?
anschließend kleine Schlussrunde und Resumé

19:00 Uhr: Ausstellungseröffnung „Rotraut Susanne Berner: Die Tollen Hefte“



Abb.: Rotraut Susanne Berner, Entwurf zum Tollen Heft Nr. 9, 1993

Mittwoch, 21. März 2018

MuseumspädagogInnen auf Honorarbasis gesucht!



Für die museumspädagogischen Veranstaltungen im Bilderbuchmuseum und dem Museum für Stadt- und Industriegeschichte suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt freiberufliche Mitarbeiter.


Ihre Aufgaben:

Eigenständige Durchführung von Führungen und kreativen Workshops für Gruppen aus Kindertagesstätten, Schulklassen  und Museumsbesuchern aller Altersstufen.


Wir wünschen uns:

• Interesse an Literatur und Kunstgeschichte sowie an regionaler (Industrie-)Geschichte
• Erfahrungen im Bereich der (Kultur-)Vermittlung und im kreativen Gestalten
• Freude im Umgang mit Menschen jeden Alters sowie sicheres Auftreten, besonders bei der Arbeit 
  mit Kindern aus Schulen und Kindertagesstätten
• Bereitschaft zu Tätigkeiten auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten, z.B. am Wochenende




Wir bieten Ihnen:
• eine intensive Einarbeitung in Inhalte und Themen der Museen sowie jeweils eine Einführung zu
  den wechselnden Ausstellungen
• die Möglichkeit der flexiblen Arbeitszeitgestaltung
• die Möglichkeit, eigene Workshopideen einzubringen
• eine Vergütung von 20€ pro Stunde auf freiberuflicher Basis






Wir würden uns sehr freuen, von Ihnen zu hören!



Bitte senden Sie Ihre Bewerbung (gerne per Mail)  an:


Burg Wissem
Jennifer Walther-Hammel
Koordination Museumspädagogik
Burgallee 1
53840 Troisdorf
walther-hammelj@troisdorf.de


Rückfragen beantworten wir gerne unter:
02241/900-447

Mittwoch, 27. September 2017

Die Versteigerung der Sitftung Illustration ist erfolgreich beendet worden


 

 

 

Francophonie kreativ: Eine Versteigerung der Stiftung Illustration
 


 
„Frankfurt auf Französisch“ war das Motto der Frankfurter Buchmesse 2017. Anlässlich dieses Events zeigte die Stiftung Illustration im Illustrator's Corner hochwertige Drucke von 28 Originalillustrationen, die zu einer Versteigerung freigegeben waren. Der Erlös der Versteigerung diente einem guten Zweck. So flossen 50% des Erlöses an die Illustratorin/den Illustrator zurück. 50 % fließen in die Stiftung Illustration, die sich zur Aufgabe gestellt hat:




  • Vor- und Nachlässe, aber auch wichtige Werkgruppen sowie Einzelwerke aus dem Bereich der Illustration zu erwerben, zu archivieren und auszustellen
  • Eigene Publikationen zur Illustrationskunst herauszugeben. Hierzu zählt vor allem das "Lexikon der Illustration" (LdI), das als einziges Nachschlagewerk Deutschlands wissenschaftliche Beiträge zu Illustratorinnen und Illustratoren verschiedenster Generationen vereint.
  • Workshops, Symposien, Vorträge und Diskussionsveranstaltungen durchzuführen, die einen unmittelbaren Austausch zwischen Illustratoren aller Sparten, Kritikern, Agenten, Vermittlern und Verlagsvertretern ermöglichen.


                                              Die Versteigerung ist mit folgenden Ergebnissen

                                              abgeschlossen:


 

Verena Ballhaus, Pardon,
19,7x25,5cm, Gouache/Tusche/Stifte,
Aktuelles Gebot: 160€

 





Aljoscha Blau, Burn out al la francais,
16,3x25cm, Collage/Tusche/Feder,
Aktuelles Gebot: 500€

 


Nadia Budde, Ceci n'est pas une Chenille,
20,8x29,3cm, Filzstift/Bleistift/Buntstift,
Aktuelles Gebot: 200€

 
Stella Dreis, Une petite Danse,
29,7 x 21, Kreide, Buntstift, Fineliner,
Aktuelles Gebot: 750€

Klaus Ensikat, Satyren & Launen Nr. 3,
35,9 x 26,0 , Tusche, Feder,
Aktuelles Gebot: 500€

 





Stefanie Harjes, Je suis Charlie,
29,6x25,7cm, Mischtechnik,
Aktuelles Gebot: 480€

 






Heike Herold, Jeanne d'Arc,
29,4x20,8cm, Tusche/Ecoline/Buntstift,
Aktuelles Gebot: 120€

 


Regina Kehn, Couple Francaise,
33,3x30,6cm, Collage/Tusche,
Aktuelles Gebot: 300€




 

Ole Könnecke,
Lester und Bob hatten sich Paris anders vorgestellt...,
21,7x27,9cm, Füller/Aquarell,
Aktuelles Gebot: 500€

 

 
Tobias Krejtschi,
Vingt mille Lieues sous les mers (Jules Verne)
31,5x28,8cm, Acryl auf Papier,
Aktuelles Gebot: 1200€


 
Anke Kuhl, Les coques 1 (Querformat),
21x29,6cm, Tusche/Buntstift/Aquarell,
Aktuelles Gebot: 150€

 


Anke Kuhl, Les coques 2 (Hochformat),
21x29,6cm, Tusche/Buntstift/Aquarell,
Aktuelles Gebot: 110€
 
 
Jonas Lauströer, Französische Bulldogge,
Ölkohle/Aquarell/Deckweiß,
Aktuelles Gebot: 500€

 

Marine Ludin, Francophonie,
22,8x15cm,
Scraperboard/Ecoline,
Aktuelles Gebot: 60€

 




Jörg Mühle, Oui. (Frosch),
23,8x18,8cm, Buntstifte/Wasserfarbe
Aktuelles Gebot: 130€



 



Jörg Mühle, Oui? (Hase),
23,8x18,8cm, Buntstifte/Wasserfarbe
Aktuelles Gebot: 150€

 



Jörg Mühle, Oui! (Kater),
23,8x18,8cm, Buntstifte/Wasserfarbe
Aktuelles Gebot: 135€

 








Nele Palmtag, Liberté, Ègalité, Fraternité…,
29,6x21cm, Buntstifte/Filzstifte/Kreide,
Aktuelles Gebot: 250€

 




Isabel Pin, Paris,
29,6x20,8cm, Buntstifte,
Aktuelles Gebot: 360€


Henriette Sauvant, Rotkäppchen, lesend,
29,6x20,8cm, Bleistift/farbige Tusche auf Papier,
Aktuelles Gebot: 370€

 


Katrin Stangl, Französin,
27,8x20,8cm, Offset-Lithographie,
Aktuelles Gebot: 60€

 
Susanne Straßer, Einen Frosch im Hals haben,
29,1,x20,9cm, Mischtechnik,
Aktuelles Gebot: 200€



Julie Völk, Ceci n'est pas une piep,
19,8x27,6cm, Pastellkreide/Bleistift/Buntstift,
Aktuelles Gebot: 600€



 

 


Philip Waechter, Tour de France 1 (Vogel),
29,6x21cm, Tuschestifte/Buntstifte,
Aktuelles Gebot: 250€

 

Philip Waechter, Tour de France 2 (Paris),
29,6x21cm, Tuschestifte/Buntstifte,
Aktuelles Gebot: 150€



 


Philip Waechter, Tour de France 3 (Vive le Tour),
29,6x21cm, Tuschestifte/Buntstifte,
Aktuelles Gebot: 150€



 





Philip Waechter, Tour de France 4 (Sonne),
29,6x21cm, Tuschestifte/Buntstifte,
Aktuelles Gebot: 200€

 
Henning Wagenbreth, Nachtzug Gare du Nord,
50x70cm, Siebdruck (Auflage 150)
Aktuelles Gebot: 80€

 

 







 
 
    







 
 




 

 


 

 

 


Mittwoch, 16. August 2017

Stiftung Lesen

Im Zusammenhang mit dem bundesweiten Vorlesetag im November gibt es kontroverse Nachrichten und Kommentare zu einer Einladung der Parteien.

Hier ein Kommentar von Deutschlandfunk Kultur vom 4. August:


"Deutscher PEN kritisiert „Stiftung Lesen"

AfD-Mandatsträger wurden zum bundesweiten Vorlesetag eingeladen

Die Präsidentin des deutschen PEN, Regula Venske, kritisiert die „Stiftung Lesen". Diese habe AfD-Politiker eingeladen, am bundesweiten Vorlesetag teilzunehmen. Nach Auffassung des deutschen PEN sind die Grundsätze der AfD, die sich gegen die bestehende kulturelle Vielfalt und Toleranz richten, nicht vereinbar mit den an Schulen und Kitas vertretenen und unsere Gesellschaft bereichernden Leitbildern, so Venske. Gegenüber Deutschlandfunk Kultur erklärte der Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, Jörg F. Maas, dass die Stiftung alle im Bundestag und in den Länderparlamenten vertretenen Parteien mit Ausnahme der NPD auf ein mögliches Engagement beim Vorlesetag lediglich aufmerksam gemacht habe. Dabei sei darauf hingewiesen worden, fremdenfreindliche, rassisitische und antisemitische Äußerungen in Bildungseinrichtungen zu unterlassen. Die Schulen und Kitas könnten selbst entscheiden, wen sie zum Vorlesetag in ihre Einrichtung einladen wollen."


und jetzt hat auch die Branche reagiert - hier zum Beispiel der BUCHMARKT.